Meistens Mitte Juli ernten wir den letzten Sommertrachthonig. In diesem Jahr hätten wir den letzten Honig durchaus früher einholen können, denn durch die gerade herrschende Dürre geben Blüten-Pflanzen nur wenig Nektar und Pollen ab. Deshalb sammeln die Bienen gerade nur wenig und verbringen die meiste Zeit in der Bienenbeute. Aus diesem Grund ist die Sommertrachternte oft wesentlich geringer als Frühtrachternten.
Trachtpflanzen im Sommer sind unter anderem Brombeere, Himbeere, Linde, Edelkastanie, Silphie, Kornblume, Phacelia, Kräuter wie Dost und Thymian sowie der umstrittene, invasive Götterbaum, der sich von den Städten ins Umland ausbreitet.
Wir schleudern den Honig immer nach dem jeweiligen Standort und auch nach der jeweiligen Tracht, falls es Besonderheiten gibt, wie Akazien-, Wald- oder Rapshonig etc. Wir ernten ca. 3-4 mal im Jahr, abhängig von Wetter und Trachtsituation.
Frühtrachthonig schleudern wir zwischen Anfang Mai und Anfang Juni. Akazienhonig wird zwischen Frühlingsblütenhonig und Sommertracht eingesammelt.
Wir gewinnen den Honig von Mittelrhein und Westerwald bzw. die besonderen Trachten separat und lagern sie entsprechend gekennzeichnet ein.
Wir gewinnen ausschließlich den Honig, der sich in den speziellen, aufgesetzten Honigräumen befindet. Den Honig im Kern des Bienenvolks, dem so genannten Brutraum, lassen wir unangetastet.
Gleich bei der Ernte erhalten die Bienen eine ordentliche Ration Bioland Futtersirup, welches sie innerhalb kurzer Zeit eingelagern. Dann erfolgt die Behandlung gegen die Varroamilbe, bedarfsgerecht, mit zugelassenen Mitteln und angepasst an die Witterung. Das sollte bei hohem Befall möglichst schnell geschehen, um keine Bienenvölker zu verlieren. Später entscheide ich je nach Gewicht des Volks, wie viel Futter es noch braucht. Das ist immer sehr unterschiedlich.
Um genau festzustellen, um welche Art Honig es sich handelt, schicken wir nach dem Schleudern Proben an ein Lebensmittellabor.






