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Von welchen Blüten sammeln Bienen Nektar für den Sommerblütenhonig?

Unser Sommerblütenhonig sieht in jedem Jahr und von jedem Bienenstandort anders aus – und schmeckt auch anders. Mal ist er ganz hell vom Blütennektar der Himbeeren und Brombeeren oder der Lindenblüten, mal ist er dunkler und flüssiger, wenn Nektar der Edelkastanie überwiegt. Die Zusammensetzung hängt extrem vom Wetter ab. Ist es zu trocken, geben Lindenblüten beispielsweise keinen Nektar ab, denn die Linde braucht viel Wasser. 

Im Sommer blühen bei uns zumeist Wildpflanzen Die einzigen landwirtschaftlichen Kulturen, die im Sommer in unserer Region bedeutsam sind, sind Blühfelder mit Phacelia oder auch die Silphie, ein gelber, 2 Meter hoher Korbblütler, die als Energiepflanze für Biogasanlagen dient. Daneben sammeln Bienen auch sehr gerne den Nektar von Feldblumen wie der Kornblume oder der Distel. Die meisten Kräuter wie Lavendel, Thymian, Fenchel oder Origanum haben auch ihre Blütezeit im Sommer und werden ebenfalls sehr gerne von Bienen besucht. Auch die Blüten des Buchweizens sind für Bienen interessant, dieser wird aber eher im Osten Deutschlands angebaut und nicht so sehr in unserer Region. 

Die Blüten von Wicken und anderen Leguminosen werden eher von Hummeln und Wildbienen besucht, da zum Saugen des Nektars ein längerer Rüssel notwendig ist. Der Rüssel der Honigbiene ist hierfür zu kurz. 

Sommerblütenhonig kann von flüssig zu cremig variieren. Wegen der Zuckerzusammensetzung kann der Sommerblütenhonig ohne rühren sehr grob kristallisieren Das mögen viele Menschen nicht. Aus diesen Grund wird dieser Honig regelmäßig gerührt, damit er streichzart wird.

Honigwabe mit Sommerblütenhonig

Letzte Sommertracht-Ernte im Juli

Meistens Mitte Juli ernten wir den letzten Sommertrachthonig. Trachtpflanzen im Sommer sind unter anderem Brombeere, Himbeere, Linde, Edelkastanie, Silphie, Kornblume, Phacelia, Kräuter wie Dost und Thymian sowie der umstrittene, invasive Götterbaum, der sich von den Städten ins Umland ausbreitet. Wir schleudern den Honig immer nach dem jeweiligen Standort und auch nach der jeweiligen Tracht, falls es Besonderheiten gibt, wie Akazien-, Wald- oder Rapshonig etc. Wir ernten ca. 3-4 mal im Jahr, abhängig von Wetter und Trachtsituation.

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Wo ist eigentlich dieses Bioland?

Bioland ist der größte und zweitälteste Bio-Verband in Deutschland und Südtirol. Mehr als 10.000 
Betriebe aus der Bio-Landwirtschaft, der Herstellung und dem Handel sind dem Verband angeschlossen. Sie alle wirtschaften nach den Vorgaben der EU-Öko-Verordnung und zusätzlich nach den Bioland-Richtlinien, die über den gesetzlichen Bio-Standard hinausgehen.
Was ist uns wichtig bei Bioland?

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Warum ist ein Glas Deutscher Honig vom Imker nebenan quasi „Fairtrade“?

​Die Imkerei in Deutschland ist ein arbeits- und inverstitionsintensiver Zweig der Landwirtschaft, der zu über 95 Prozent von Freizeitimkern und Nebenerwerbsbetrieben betrieben wird. Wer Honig direkt beim Imker oder im regionalen Handel kauft, sorgt dafür, dass die Wertschöpfung zu 100 Prozent beim Erzeuger bleibt. Es gibt keine Großkonzerne oder anonymen Zwischenhändler, die die Preise drücken. Ein fairer Preis für das Glas Honig sichert das Überleben eines traditionsreichen Landwirtschaftszweigs, der angesichts von Billigimporten und Honigfälschungen auf dem Weltmarkt massiv unter Druck steht.

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