Der Artikel auf einen Blick
Propolis ist ein natürliches Harzprodukt der Bienen, das sie für die Versiegelung ihres Stocks nutzen. In Form von Tropfen, Salbe oder Tinktur findet es vielfältige Anwendungen in der Naturkosmetik und für DIY-Zubereitungen. Entscheidend ist die Qualität – besonders bei naturbelassenem Bio-Propolis vom Imker. Durch seine Vielseitigkeit eignet es sich sowohl für kreative Projekte als auch als Geschenkidee für Naturliebhaber.
Propolis – Tropfen, Salbe, Tinktur: Anwendung & Herstellung
Propolis ist neben Honig ein wahres Bienen-Schatzkästchen. Wenn du schon einmal von den „Hausmitteln aus dem Bienenstock“ gehört hast, dann ist Propolis dir bestimmt ein Begriff. Falls nicht, stell dir vor, du öffnest behutsam einen Bienenstock: Neben goldglänzendem Honig und duftendem Wachs entdeckst du eine dunkelbraune, harzige Substanz, die in Ritzen und an den Wänden klebt. Diese kostbare Substanz ist Propolis – auch Bienenharz oder Kittharz genannt – und sie spielt für das Bienenvolk eine entscheidende Rolle. Heute findest du Propolis in verschiedenen Formen, etwa als Propolis-Tropfen (Tinktur), als Propolis-Salbe oder sogar als Honig mit Propolis. Doch was hat es mit diesem Naturstoff genau auf sich? In diesem Artikel erfährst du, was Propolis ist, wie es im Bienenstock entsteht, wie man Propolis-Tinktur, Salbe und andere Produkte herstellt und anwendet – und warum unsere Bio-Imkerei so viel Wert auf sorgfältige Handarbeit und Qualität legt.
Was ist Propolis?
Propolis ist ein harzartiges Naturprodukt, das von Honigbienen hergestellt wird. Vereinfacht gesagt, sammeln Bienen klebrige Harze von Bäumen und Knospen und vermengen sie mit eigenen Stoffen zu einem vielseitigen Baumaterial. Das Ergebnis ist eine braun-goldene Harzmasse mit aromatisch-herbem Duft. Propolis wird im Bienenstock dazu genutzt, Ritzen abzudichten, die Behausung zu desinfizieren und das Bienenvolk vor Eindringlingen zu schützen. Es ist sozusagen das „Schutzschild“ der Bienen: In der warmen, feuchten Atmosphäre des Stocks hilft Propolis dabei, Bakterien, Pilze und andere Keime in Schach zu halten, damit das Bienenvolk gesund bleibt.

Entstehung im Bienenstock
Die Herstellung von Propolis durch die Bienen ist ein faszinierendes Schauspiel in mehreren Schritten. Sammelbienen fliegen zu verschiedenen Bäumen und Sträuchern – beliebt sind zum Beispiel Pappeln, Birken, Fichten, Kastanien oder Weiden – und schaben mit ihren Mundwerkzeugen Harz von Knospen, Rinden und Blättern ab. Pflanzen produzieren solche Harze, um ihre eigenen Wunden zu schließen und sich vor Pilzbefall oder Fraßfeinden zu schützen. Die Bienen machen sich diese klebrigen Pflanzenharze zunutze. Sie packen die Harzstückchen an ihre Hinterbeine (dort, wo sonst die „Pollenhöschen“ sitzen) und fliegen damit zurück zum Bienenstock.
Im Stock übernehmen spezialisierte Stockbienen das Harzpäckchen. Sie kauen es mit ihren Mundwerkzeugen und mischen noch bieneneigene Zutaten darunter: etwas Bienenwachs macht die Masse geschmeidiger, und Enzyme aus den Drüsen der Bienen verändern die chemische Zusammensetzung des Harzes. So entsteht nach und nach eine formbare, zähklebrige Paste – das fertige Propolis. Jede Biene trägt ihren Teil dazu bei, sodass schließlich an den gewünschten Stellen genug Kittharz vorhanden ist.
Wofür nutzen die Bienen Propolis? Überall dort, wo Zugluft in den Stock käme oder Keime sich einnisten könnten, kitten die Bienen Ritzen und Spalten mit Propolis sorgfältig zu. Auch die Innenwände und manchmal sogar die Wabenoberflächen erhalten einen dünnen Propolis-Film, um das Bienenheim hygienisch zu halten. Ein beeindruckendes Beispiel: Sollte ein kleiner Eindringling – etwa eine Maus – in den Stock gelangen und von den Bienen getötet werden, können die Bienen den schweren Körper nicht hinausbefördern. Stattdessen ummanteln sie ihn komplett mit Propolis, quasi als natürliche Einbalsamierung, damit keine Fäulnisbakterien den Stock verunreinigen. Propolis wirkt im Bienenstock also antibakteriell, antiviral und pilzhemmend – es ist das eigene kleine „Desinfektionsmittel“ der Bienen und zudem ein Baumaterial, um alles an Ort und Stelle zu halten. Nebenbei hilft die Propolisschicht auch, den Stock vor Feuchtigkeit und Kälte zu schützen und die Wärme zu isolieren. Man kann sich vorstellen, welch großen Dienst dieses Harz den Insekten erweist, damit bis zu 40.000 Bienen in ihrer Behausung gesund zusammenleben können.
Zusammensetzung von Propolis
Propolis ist ein komplexes Gemisch aus verschiedensten natürlichen Stoffen. Die genaue Zusammensetzung variiert je nach Region, Jahreszeit und den Pflanzen, die die Bienen gerade anfliegen. Im Allgemeinen setzt sich Bienenpropolis ungefähr so zusammen:
- Harze und Balsame (ca. 50%): Der Hauptbestandteil stammt von Baumharzen und Pflanzensekreten. Diese sorgen für die klebrige Grundmasse und enthalten viele der bioaktiven Stoffe.
- Bienenwachs (etwa 25–30%): Das von den Bienen hinzugefügte Wachs macht Propolis formbar und geschmeidig, sodass es leichter verarbeitet werden kann.
- Ätherische Öle (ca. 10%): Flüchtige Öle aus Harzen und Pflanzenteilen geben Propolis seinen aromatischen Geruch und wirken ebenfalls konservierend.
- Pollenanteile (rund 5%): Oft gelangen auch kleine Mengen Blütenpollen ins Propolis, einfach weil sie beim Harzsammeln haften bleiben. Pollen bringen zusätzliche Nährstoffe ein.
- Organische Stoffe, Vitamine und Mineralien (ca. 5–10%): In geringer Menge sind Vitamine (zum Beispiel B-Vitamine, Vitamin E und Vitamin A) sowie Mineralstoffe und Spurenelemente (wie Kalzium, Magnesium, Zink, Eisen u.v.m.) enthalten. Besonders bedeutsam sind auch die Flavonoide und Polyphenole – das sind pflanzliche Antioxidantien, denen viele der traditionellen Eigenschaften von Propolis zugeschrieben werden.
All diese Komponenten zusammen ergeben die einzigartige Wirkung im Bienenstock. Für uns Menschen bedeutet die variable Zusammensetzung aber auch: Propolis ist ein Naturprodukt, kein standardisiertes Arzneimittel. Jede Charge kann ein bisschen anders sein. Genau deshalb darf Propolis in der EU nicht mit Gesundheitsversprechen beworben werden – seine Inhaltsstoffe und Effekte können schwanken, und die Wissenschaft stuft es (trotz vieler positiver Forschungsergebnisse) nicht als eindeutig belegtes Heilmittel ein. Für uns ist Propolis vor allem eines: ein vielseitiges Geschenk der Natur, das wir achtsam ernten und weiterverarbeiten können.
Propolis in der traditionellen Verwendung
Schon lange bevor es wissenschaftliche Studien zu Propolis gab, haben Menschen dieses Bienenprodukt geschätzt. Ein Blick in die Geschichte zeigt beeindruckende Beispiele: Im alten Ägypten wurde Propolis beim Einbalsamieren verwendet – die alten Ägypter nutzten das Harz der Bienen, um ihre Pharaonen zu mumifizieren und vor Verfall zu schützen. Auch im antiken Griechenland und Rom kannte man Propolis. Berühmte Ärzte wie Hippokrates und römische Naturforscher erwähnten ein „Schwarzes Harz“ der Bienen, das bei verschiedenen Beschwerden angewandt wurde. In der traditionellen Volksmedizin vieler Kulturen – von Europa über Russland bis Asien – galt Propolis als universelles Hausmittel: Man setzte es äußerlich als Salbe oder Tinktur für die Haut ein oder innerlich in kleinen Dosen, oft gelöst in warmem Honig oder Milch.
Natürlich waren das alles überlieferte Anwendungen, die auf Beobachtung beruhten. Man behandelte mit Propolis zum Beispiel spröde Haut oder kleinere Alltagswehwehchen auf natürliche Weise. In Klöstern des Mittelalters stellten Mönche Tinkturen aus Propolis her und nutzten sie wie eine Art Tinktur für alle Fälle. Auch heute noch kennt die Apitherapie (die Lehre von der medizinischen Verwendung von Bienenprodukten) Propolis als festen Bestandteil, beispielsweise in der Naturkosmetik oder zur Unterstützung der allgemeinen Wohltat.
Wichtig ist: All diese Verwendungen basieren auf Tradition und Erfahrung, nicht auf modern anerkannten medizinischen Wirkversprechen. Dennoch zeigt die lange Geschichte, dass Propolis die Menschen seit jeher fasziniert. In einer Zeit, in der wir wieder vermehrt auf natürliche und nachhaltige Produkte schauen, erlebt Propolis einen kleinen Aufschwung: Man findet es heutzutage in Apotheken, Reformhäusern und im Internet in vielfältiger Form – als Tropfen, Kapseln, Creme, Lutschpastillen und mehr. Viele schwören im Alltag darauf, auch wenn die Wirkung individuell verschieden sein kann. Bei der Kleinen Honigfabrik sehen wir Propolis vor allem als Bereicherung des natürlichen Spektrums unserer Bienenprodukte. Unsere Kundinnen und Kunden interessieren sich dafür, wie man Propolis anwendet und selbst verarbeiten kann – und genau das schauen wir uns jetzt an.

Herstellung und Anwendung: Propolis-Tropfen, Salbe & Honig
Nachdem wir wissen, was Propolis ist, möchten wir dir zeigen, wie daraus verschiedene Produkte entstehen und wofür man sie verwenden kann. In unserer Bio-Imkerei Silvia & Christoph Puderbach gewinnen wir Propolis behutsam von unseren Bienenvölkern und stellen daraus zum Beispiel Propolis-Tinktur (Tropfen) und Propolis-Salbe her. Außerdem bieten wir Spezialitäten wie Propolis-Honig an. Ob du Propolis lieber pur nutzen oder weiterverarbeiten möchtest – hier bekommst du einen Einblick in die gängigen Formen:
Rohpropolis ernten und verwenden
Roh-Propolis bezeichnet das unverarbeitete Propolis, so wie es aus dem Bienenstock gewonnen wird. Im Spätsommer, wenn die Bienen fleißig an ihrem Stock „renovieren“, fällt auch für uns Imker etwas Propolis ab. Wir ernten Propolis vorsichtig von den Beutenteilen: Oft setzen Imker dazu spezielle Propolis-Gitter in den Stock. Das sind Kunststoff- oder Holz-Gitter, die die Bienen instinktiv mit Propolis ausfüllen. Nimmt man diese Gitter heraus und kühlt oder friert sie ein, wird das Harz spröde und lässt sich leicht herausbrechen. Alternativ kratzt man Propolis, das die Bienen an Rähmchen und Kastenwänden verteilt haben, mit einem Imker-Werkzeug ab. Das Rohpropolis ist zunächst eine klebrige, braune Masse mit kleinen Wachs- oder Holzpartikeln. Durch Kühlen kann man es in kleine Stückchen zerbrechen und in dieser Form aufbewahren.
Wie kann man Rohpropolis anwenden? Einige naturverbundene Kunden kaufen bewusst Rohpropolis, um es direkt oder auf eigene Faust zu nutzen. Hier ein paar Möglichkeiten:
- Pur kauen: Ja, das geht tatsächlich! Ein erbsengroßes Stück Rohpropolis kann man wie Kaugummi kauen. Anfangs ist es hart, wird dann weich und etwas klebrig im Mund. Der Geschmack ist kräftig-harzig und leicht bitter. Manche schätzen dieses Kauen traditionell, zum Beispiel zur Pflege der Mundhygiene. (Achtung: Propolis kann im Mund ein leicht taubes Gefühl erzeugen – und Vorsicht, es färbt etwas gelblich.)
- Selbst Tinkturen und Salben herstellen: Rohpropolis ist der Ausgangsstoff, um eigene Propolis-Tropfen oder Salben zu machen. Weiter unten erklären wir, wie das geht. Viele DIY-Freunde finden es spannend, aus dem rohen Harz ihr persönliches Propolis-Produkt zu zaubern.
- Aufbewahren für den Vorrat: Rohpropolis hält sich im Grunde jahrelang. Wichtig ist, dass du es trocken, kühl und dunkel lagerst – zum Beispiel in einem Schraubglas im Keller oder Kühlschrank. So behält es seine Qualität, bis du es brauchst.
Übrigens: Bio-Rohpropolis aus unserer Imkerei stammt aus kontrollierten Bioland-Bienenvölkern. Das bedeutet, dass unsere Bienen an sauberen Standorten stehen (fern von intensiven Spritzmitteln), wir keine chemischen Medikamente einsetzen und nur organische Methoden anwenden. So kannst du sicher sein, dass das Rohpropolis frei von unerwünschten Rückständen ist – Natur pur, direkt aus dem Stock.
Propolis-Tinktur (Propolis-Tropfen) herstellen
Die wohl bekannteste Verarbeitungsform sind die Propolis-Tropfen, also eine Propolis-Tinktur. Darunter versteht man einen Propolis-Auszug in Alkohol. Durch das Lösen der Rohsubstanz in Alkohol werden die wertvollen Inhaltsstoffe herausgezogen und haltbar gemacht.
Herstellung: Um eine Propolis-Tinktur selbst anzusetzen, benötigst du im Grunde nur zwei Zutaten: Propolis und hochprozentigen Alkohol. In unserer Imkerei verwenden wir reinen Alkohol (oft Weingeist bzw. Ethanol mit ~ 70–96% Vol.), da sich Propolis darin am besten löst. Ein gängiges Verhältnis ist z.B. 20% Propolis in 80% Alkohol – so entsteht eine etwa 20-prozentige Tinktur. Konkret würdest du z.B. 20 g gereinigtes, fein zerkleinertes Propolis mit 80 ml Alkohol in ein Schraubgefäß geben. Wichtig: Das Propolis vorher am besten zerkleinern oder mahlen (man kann es tiefgekühlt in einer alten Kaffeemühle pulverisieren), damit möglichst viel Oberfläche entsteht. Dann wird das Gemisch für einige Wochen stehen gelassen. Wir schütteln unser Ansatzglas regelmäßig durch und lagern es dunkel bei Zimmertemperatur. Nach etwa 2–3 Wochen hat sich der Großteil des Propolis gelöst – die Flüssigkeit färbt sich dunkelbraun und duftet intensiv nach Harz und Alkohol. Nun filtern wir durch ein sehr feines Sieb oder Filterpapier den Ansatz ab. Übrig bleibt die klare Propolis-Tinktur, und im Filter verbleiben Wachsteilchen oder Unlösliches. Die fertigen Tropfen füllen wir in kleine Braunglasfläschchen mit Pipette ab.

Anwendung: Propolis-Tropfen sind vielseitig im Alltag einsetzbar. Hier ein paar gängige Anwendungsmöglichkeiten, ohne medizinische Wertung, rein zur Anregung:
- Äußerlich auf der Haut: Mit der Pipette kann man einzelne Tropfen gezielt auftragen. Zum Beispiel geben manche Kunden einen Tropfen auf einen kleinen Hautbereich (wie raue Stellen an den Händen oder gepflegte Nagelbetten). Propolis-Tinktur ist allerdings stark und enthält Alkohol – auf empfindlicher Haut kann es brennen. Daher gilt: Lieber sparsam dosieren und bei Bedarf mit etwas Öl oder Creme mischen.
- Mundpflege: Viele gurgeln traditionell mit verdünnter Propolis-Tinktur, um den Mund- und Rachenraum zu spülen. Dafür kann man ein paar Tropfen in ein Glas lauwarmes Wasser geben. (Wichtig: Die Tinktur färbt, also die Mischung nicht auf die Kleidung kleckern!) Auch direkt auf ein Wattestäbchen und punktuell im Mund (z.B. an der Zahnfleischkante) auftupfen, wird manchmal praktiziert. Hier ist aber Vorsicht geboten, da die alkoholische Lösung stark sein kann – im Zweifelsfall verdünnen.
- Mit Honig oder Tee einnehmen: Einige Kunden berichten, dass sie in der kühlen Jahreszeit morgens ein paar Tropfen Propolis in den Honig rühren und mit dem Honigbrot essen, oder in eine Tasse lauwarmen Tee geben. Der Geschmack ist kräftig und leicht scharf. Offiziell verkaufen wir unsere Tinktur als kosmetisches Produkt (zur äußerlichen Anwendung), doch wie jemand sie letztlich nutzt, bleibt natürlich jedem selbst überlassen. Wichtig ist, verantwortungsvoll und in Maßen damit umzugehen.
Propolis-Salbe selbst machen und anwenden
Propolis eignet sich hervorragend, um eine wohltuende Salbe oder einen Balsam herzustellen. In unserer Imkerei produzieren wir eine Propolis-Salbe naturel, die vollständig aus natürlichen Zutaten besteht. Doch wie entsteht so eine Salbe?
Herstellung: Die Basis jeder Salbe ist eine Salbengrundlage – meist eine Mischung aus Fetten/Ölen und Wachsen. Wir verwenden in unserer Rezeptur natürlich Bienenwachs aus eigener Imkerei und hochwertige pflanzliche Öle in Bio-Qualität (z.B. Olivenöl oder Sonnenblumenöl). Für einen Extra-Pflegeeffekt können auch Shea-Butter oder Ringelblumenöl enthalten sein. Das Wachs wird sanft im Wasserbad erhitzt, bis es schmilzt, und dann mit den flüssigen Ölen verrührt. Nun kommt das Propolis hinzu: Dafür gibt es zwei Methoden. Entweder mischt man etwas Propolis-Tinktur unter (dann sollte man die Mischung kurz aufkochen lassen, damit der Alkohol verdampft), oder man gibt direkt sehr fein pulverisiertes Rohpropolis hinein. Wir bevorzugen den Ansatz mit Propolis-Extrakt, weil er eine homogenere Verteilung ermöglicht. Je nach Rezeptur enthält unsere Salbe etwa 3–10% Propolis. Ist alles gut verrührt, lassen wir die Salbenmasse unter Rühren abkühlen, bis sie streichfest wird. Anschließend wird der Balsam in Salbendöschen abgefüllt. Fertig ist die Propolis-Salbe!
Anwendung: Propolis-Salbe ist ein reines Pflegeprodukt für die Haut. Man kann sie ähnlich verwenden wie andere Bienenwachssalben oder natürliche Cremes. Hier sind ein paar Beispiele:
- Trockene, raue Hautstellen: Durch das Bienenwachs und die Öle schützt und pflegt die Salbe spröde Haut – etwa an den Händen, Ellenbogen oder Füßen. Viele unserer Kunden cremen im Winter ihre rissigen Hände mit Propolis-Salbe ein und mögen das geschmeidige Gefühl (und den zarten Honig-Propolis-Duft).
- Lippenpflege: Gerade die naturelle Propolissalbe ohne zusätzliche Duftstoffe kann man auch sparsam auf spröde Lippen auftragen. Einige Imker bieten sogar spezielle Propolis-Lippenpflegestifte an (bei uns gibt es z.B. den Propolino-Lippenpflegestift). Das Bienenwachs legt sich schützend auf die Lippen und Propolis ist als Zusatz traditionell beliebt, wenn die Lippen mal etwas mehr Zuwendung brauchen.
- Hautbalm für kleinere Stellen: Im Alltag kriegt man mal einen kleinen Kratzer vom Rosenschnitt oder hat eine raue Stelle am Knie – hier eignet sich die Propolis-Salbe, um die Haut weich zu halten. Wichtig: Sie ist kein Medikament, aber als natürlicher Balsam einfach angenehm. Einige Nutzer schwören darauf, dass Propolis-Salbe die Haut insgesamt in Balance hält.
Weil wir keinerlei Konservierungsstoffe zusetzen, ist unsere Propolis-Salbe am besten innerhalb von 6–12 Monaten aufzubrauchen. Sie enthält aber von sich aus Stoffe, die nicht so leicht verderben. Lagere sie kühl und dunkel, dann behält sie lange ihre Qualität. Übrigens duftet eine gute Propolis-Salbe leicht nach Bienenwachs und Harz – allein das Auftragen vermittelt schon ein Gefühl von Verbindung zur Natur.

Honig mit Propolis – doppelt natürlich genießen
Zwei Bienenprodukte vereint in einem Glas – das ergibt Propolis-Honig. Diese Spezialität ist bei manchen Imkereien zu finden (und ja, auch wir experimentieren gerne damit!). Hier wird dem Blütenhonig eine Portion Propolis zugefügt. Der Gedanke dahinter: Man erhält einen Aufstrich, der die Süße des Honigs mit der herben Würze des Propolis kombiniert.
Herstellung: Um Propolis-Honig herzustellen, gibt es verschiedene Ansätze. Ein Weg ist, etwas fertige Propolis-Tinktur in flüssigen Honig einzurühren. Allerdings bringt eine alkoholische Tinktur natürlich Alkoholspuren in den Honig, was nicht jeder möchte. Eine andere Methode ist, sehr fein gemahlenes Rohpropolis direkt in leicht erwärmten Honig zu mischen und gut zu verrühren. Da Propolis nicht wasserlöslich ist, bleiben winzige Partikel im Honig verteilt – das sorgt für den typisch leicht granuligen „Biss“ bei Propolis-Honig. Manchmal lässt man das Gemisch danach bei Zimmertemperatur stehen, damit sich die Aromen durchziehen können. Wichtig ist, hochwertigen Rohhonig zu verwenden, der nicht über 40°C erwärmt wurde, damit alle natürlichen Inhaltsstoffe erhalten bleiben.
Anwendung: Propolis-Honig verwendet man wie normalen Honig, nur eben mit einer besonderen Note. Zum Frühstück auf dem Brot hat man sozusagen Honig mit einem Extra. Der Geschmack ist interessant: zuerst süß und blumig vom Honig, dann folgt ein leicht herbes, balsamisches Aroma vom Propolis. Nicht jeder mag das sofort – es ist eher etwas für wahre Naturfreunde, die intensive Aromen schätzen. Ein Tee mit Propolis-Honig ist besonders an kalten Tagen beliebt: Einfach einen Löffel in warmen (nicht kochenden) Tee einrühren. So nimmt man etwas Propolis ganz nebenbei zu sich. Auch in Milch mit Honig oder im Müsli kann Propolis-Honig genutzt werden. Weil wir keinerlei gesundheitliche Versprechen machen dürfen, sagen wir unseren Kunden immer: Genieß es als aromatische Köstlichkeit! Mehr als 1–2 Teelöffel am Tag braucht es gar nicht. Propolis-Honig eignet sich auch wunderbar als Geschenk für Feinschmecker, die schon „alles“ kennen – dazu später mehr.
Handarbeit und Sorgfalt bei Silvia & Christoph Puderbach
Hinter jedem unserer Propolisgläschen und Salbendöschen steht viel liebevolle Handarbeit. Wir – Silvia und Christoph Puderbach – führen unsere Bio-Imkerei im Westerwald mit Herz und Seele. Ein kleiner Einblick, wie wir mit Propolis umgehen:
Schon früh am Morgen, wenn die Welt noch still ist, schaut Imkerin Silvia nach den Bienen. Sie weiß genau, an welchen warmen Tagen die Bienen besonders viel Harz sammeln. „Manchmal hört man richtig, wie sie knabbern und knistern, wenn sie das Harz verarbeiten“, erzählt Silvia schmunzelnd beim Öffnen eines Bienenstocks. Mit geübten Handgriffen prüft sie Rähmchen und Deckel – und anstatt sich wie manch anderer Imker über das klebrige Propolis zu ärgern („Das verklebt mir alles!“ hört man oft), freuen wir uns über jedes Gramm. Denn wir wissen: Hier waren die Bienen am Werk, um ihr Zuhause zu schützen. Dieses Material behandeln wir mit Respekt.
Ernte in kleinen Mengen: Propolis gibt es nicht im Überfluss – ein starkes Bienenvolk produziert pro Jahr vielleicht 50 bis 150 Gramm verwertbares Propolis, also nur eine Handvoll! Dementsprechend behutsam entnehmen wir es. Christoph nutzt zum Beispiel ein spezielles Propolisgitter in ein paar Völkern. Nach ein paar Wochen holt er es heraus und legt es ins Gefrierfach. „Das ist wie Schokolade brechen“, lacht er, während er die erstarrten Propolisstücke in einem Beutel auffängt. Anschließend werden sie gesiebt und von groben Verunreinigungen getrennt. Viel passiert hier von Hand auf dem Küchentisch – industrielle Verarbeitung gibt es bei uns nicht.
Eigene Herstellung: Aus dem gewonnenen Rohpropolis stellen wir selbst die Tinkturen und Salben her. Es duftet in unserer kleinen Imkerküche oft herrlich nach Bienenwachs und Harz, wenn Silvia neue Salbe rührt. Jeder Schritt wird sorgfältig gemacht: vom Abwiegen der Zutaten bis zum Etikettieren der Gläschen. Dadurch können wir garantieren, dass nur das drin ist, was wir auch selber verwenden würden. Keine künstlichen Zusätze, keine Mogelpackungen. Christoph Puderbach betont: „Transparenz ist uns wichtig. Wir teilen offen, wie wir arbeiten, und lassen unsere Kunden wissen, woher ihr Propolis kommt.“ Daher beraten wir auch gern persönlich, wenn jemand Fragen zur Anwendung hat.
Die Arbeit mit Propolis erfordert Geduld – es ist klebrig und verlangt Fingerspitzengefühl – doch wir finden, es lohnt sich. Jede Flasche unserer Propolis-Tropfen und jedes Döschen Salbe erzählt die Geschichte von unseren Bienen und unserer Leidenschaft. Wenn du also ein Produkt von Silvia & Christoph Puderbach in der Hand hältst, kannst du sicher sein: Hier steckt echte Handwerkskunst und Sorgfalt drin.
Propolis im Alltag: Kundenstimmen & Tipps
Nichts freut uns mehr, als zu hören, wie unsere Kunden Propolis-Produkte in ihrem Alltag nutzen. Einige dieser Erfahrungen möchten wir hier teilen – sie zeigen, wie vielfältig Propolis zum Einsatz kommt, ohne Heilversprechen natürlich.
- Anna (32) – DIY-Kosmetik-Fan: „Ich rühre mir meine Hautcremes selbst – da darf ein Schuss Propolis-Tinktur nicht fehlen! Besonders für meine Handcreme mische ich ein paar Tropfen Bio-Propolis-Tropfen in die Shea-Butter-Creme. Meine Hände fühlen sich damit einfach gut gepflegt an, gerade nach der Gartenarbeit.“
- Bernd (54) – Outdoor-Liebhaber: Bernd trägt stets ein kleines Fläschchen Propolis-Tinktur im Rucksack: „Beim Wandern oder Angeln habe ich immer Propolis-Tropfen dabei. Wenn ich mal einen Mückenstich habe oder mir einen Spreißel ziehe, träufle ich einen Tropfen drauf. Das ist für mich ein Stück Hausapotheke aus der Natur – es beruhigt einfach mein Gewissen, etwas dabei zu haben.“
- Claudia (47) – Familie & Kinder: „Meine Kinder nennen eure Propolis-Salbe liebevoll ‚Bienencreme‘. Bei kleineren Schrammen oder wenn die Haut vom vielen Toben mal wund ist, fragen sie schon selbst danach. Ich finde es schön, ein natürliches Produkt verwenden zu können. Der Duft erinnert uns an unseren Besuch bei euch in der Imkerei – das war toll!“
- Georg (65) – Imkernachbar: „Früher kannte ich Propolis kaum. Durch die Kleine Honigfabrik habe ich es ausprobiert und möchte es nicht missen. Jeden Abend gibt’s einen Löffel Honig mit ein paar Tropfen Propolis. Das gehört jetzt zu meiner Routine – nicht wegen einer bestimmten Krankheit, sondern weil ich das Gefühl mag, meinem Körper etwas Gutes aus der Natur zu gönnen.“
Diese Kundenstimmen zeigen: Propolis-Produkte haben ihren festen Platz in vielen Haushalten – ob in der Hausapotheke, im Kosmetikregal oder in der Küche. Manche nutzen Propolis-Tropfen kreativ, z.B. um selbst Lutschbonbons herzustellen (Honig, Zucker und etwas Propolis eingekocht). Andere basteln Bienenwachstücher und beträufeln sie leicht mit Propolis-Tinktur, um die antibakterielle Eigenschaft für Frischhaltetücher zu nutzen. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Wichtig ist nur, immer achtsam und informiert an die Sache heranzugehen. Wenn du unsicher bist, frag gerne nach – wir Imker teilen unser Wissen rund um Propolis gerne und freuen uns, wenn dieses Bienenprodukt deinen Alltag auf natürliche Weise bereichert.
FAQ – Häufige Fragen zu Propolis
Zum Abschluss beantworten wir noch einige häufig gestellte Fragen unserer Kunden rund um Propolis, Propolis-Tropfen und Co. – kurz und knackig:
Wie verwende ich Propolis-Tropfen richtig?
Propolis-Tropfen (Tinktur) kannst du vielseitig anwenden. Üblich ist die äußerliche Anwendung: Tupfe z.B. mit einem Wattestäbchen einen Tropfen auf die gewünschte Hautstelle (vorher die Flasche gut schütteln). Für die Mundhygiene kannst du 5–10 Tropfen in einem Glas Wasser verdünnen und damit gurgeln oder den Mund spülen. Manche nehmen Propolis-Tropfen auch innerlich ein, z.B. 2–3 Tropfen auf einem Löffel Honig, um sie dann langsam im Mund zergehen zu lassen. Wichtig: Halte dich an empfohlene Mengen (einige Tropfen genügen) und teste vorsichtig, ob du Propolis gut verträgst. Da unsere Tinktur hochprozentigen Alkohol enthält, sollte sie nicht unverdünnt von Kindern eingenommen werden – hierfür gibt es alkoholfreie Propolis-Extrakte.
Wer sollte Propolis nicht anwenden?
Grundsätzlich ist Propolis ein Naturprodukt, dennoch gibt es ein paar Vorsichtsmaßnahmen. Menschen, die gegen Bienenstiche, Bienenprodukte oder bestimmte Pollen allergisch sind, sollten Propolis mit Bedacht ausprobieren oder ganz meiden – eine allergische Reaktion kann nicht ausgeschlossen werden. Am besten macht man vorab einen Verträglichkeitstest: einen Tropfen Tinktur in die Armbeuge geben und warten, ob Rötung oder Juckreiz auftreten. Schwangere, Stillende sowie Kleinkinder sollten Propolis nur nach Rücksprache mit einem Arzt oder Heilpraktiker verwenden, da es hier wenig Forschung gibt. Und wie bei allem gilt: Treten ungewöhnliche Symptome auf, setze Propolis ab. Zum Glück wird Propolis im Allgemeinen gut vertragen, aber safety first!
Wie lange sind Propolis-Produkte haltbar und wie bewahre ich sie auf?
Rohes Propolis ist bei trockener, dunkler Lagerung praktisch jahrelang haltbar, ohne an Wirkkraft zu verlieren. Unsere Propolis-Tinktur ist durch den hohen Alkoholgehalt ebenfalls sehr lange haltbar (mindestens einige Jahre). Achte darauf, die Fläschchen kühl und dunkel zu lagern (Zimmertemperatur reicht, aber nicht in der prallen Sonne) und immer gut zu verschließen – Alkohol verfliegt sonst. Propolis-Salbe kommt ohne synthetische Konservierung aus, daher empfehlen wir, sie innerhalb 6 bis 12 Monaten aufzubrauchen. Bewahre Salben und Cremes am besten kühl (z.B. in einer kühlen Speisekammer) auf. Wenn sie komisch riechen oder sich stark in Konsistenz/Farbe verändern, lieber entsorgen. Propolis-Honig hält sich genauso lange wie normaler Honig – also mindestens 2 Jahre, oft viel länger. Wichtig: Honig immer gut verschließen und dunkel lagern, dann hast du lange Freude daran.
Kann ich Propolis selbst ernten oder Produkte selber machen?
Hast du eigene Bienen oder kennst einen Imker? Dann kannst du unter fachkundiger Anleitung durchaus selbst Propolis ernten. Beachte aber, dass du den Bienen nicht zu viel wegnimmst – sie brauchen das Kittharz ja für ihre Gesundheit. Für Anfänger empfiehlt es sich eher, Rohpropolis vom Imker des Vertrauens zu kaufen. Damit kannst du dann Zuhause experimentieren: Propolis-Tinktur ansetzen, eine kleine Salbe rühren oder Propolis in Alkohol lösen und damit Tinkturen mischen. Es gibt zahlreiche Rezepte und Anleitungen in Büchern und online. Wichtig ist, sauber zu arbeiten (damit nichts verunreinigt wird) und Geduld mitzubringen. Wenn du kein Imker bist, ist es meist einfacher und kostengünstiger, fertige Propolis-Produkte zu beziehen. Unsere Imkerei bietet eine schöne Auswahl an Tropfen und Salben – alle mit viel Liebe hausgemacht. So musst du dich nicht selbst in die klebrige Angelegenheit stürzen, außer du möchtest es als Hobby ausprobieren!
Schmeckt Propolis und wie kann ich den Geschmack beschreiben?
Reines Propolis hat einen sehr kräftigen, harzigen Geschmack. Viele beschreiben ihn als bitter-herb mit einer leicht scharfen Note. Man erkennt Aromen von Waldharz, manchmal etwas Vanille- oder Kräuternoten – je nach Pflanzenquelle. In Honig gelöst (als Propolis-Honig) wird der Geschmack milder, bleibt aber präsent als balsamische Würze im Süßen. Propolis-Tinktur pur auf der Zunge schmeckt ziemlich scharf und bitter (und betäubt sogar leicht). Das ist normal, schließlich ist es eine konzentrierte Harzlösung. Wenn dir der Geschmack zu intensiv ist, kannst du Propolis immer gut mit Honig, Tee oder einem Stückchen Brot kombinieren. So nimmst du es ein, ohne dass es zu sehr dominiert. Manche mögen den Geschmack allerdings richtig gern – er erinnert ein bisschen an Wald und Kräuter. Es ist eben etwas sehr Natürliches. Am besten probierst du vorsichtig selbst, wie es dir zusagt.
Wir hoffen, dieser umfangreiche Einblick in die Welt des Propolis konnte dich informieren und inspirieren. Propolis – sei es als Tropfen, Salbe, Tinktur oder im Honig – ist ein echtes Stück Natur und verbindet uns ein Stückchen mehr mit den fleißigen Bienen. Wenn du neugierig geworden bist, probiere es gerne aus. Und wenn du Fragen hast: Melde dich bei uns Imkern! Wir teilen unsere Begeisterung für Bienenprodukte gerne und stehen mit Rat und Tat zur Seite. In diesem Sinne: Bleib naturverbunden und viel Freude beim Entdecken von Propolis, dem kleinen Wunder aus dem Bienenstock!





