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Kirschblütenzeit – die Bienenvölker wachsen rasend schnell

Zur Kirschblütenzeit werden die Bienenvölker gewöhnlich erweitert. Wenn die Kirschbäume in voller Blüte stehen, können die Bienen bei günstigen Temperaturen viele Pollen und viel Nektar sammeln. In diesem Jahr ging dies rasend schnell vonstatten, da es früh im April bereits Temperaturen über 20 Grad Celsius gab. Die Blüten explodierten förmlich, so auch die Bienenvölker. Die Bienen erweiterten ihren Wabenbau nach oben und lagerten dort bereits Honig ein – aller höchste Zeit, die Honigräume aufzusetzen. Auch die Brut wurde erheblich gesteigert, sodass nun sehr viele Bienen in den Völkern sind. Also mussten wir innerhalb einer Woche alles daran setzen, um weitere Rähmchen mit Mittelwänden in die Bienenvölker zu setzen und die Honigräume aufzusetzen. Die Bienen brauchen nun Platz für Pollen und Honig und auch die Gelegenheit, neue Waben zu bauen. Indem wir ihnen genügend Platz bieten, kann fürs Erste der Schwarmtrieb gemildert werden. Wir können deutliche Unterschiede zwischen den Standorten feststellen: In der Nähe zur Mittelrhein-Ebene mit 3-5 Grad wärmeren Temperaturen haben die Bienen deutlich mehr gesammelt und die Völker sind alles in allem wesentlich stärker als hier oben im Westerwald. Aber auch hier gibt es große Unterschiede zwischen den einzelnen Standorten,

Wir sind nun gespannt, welche Auswirkungen die momentane Trockenheit auf die weitere Versorgung der Völker mit Nektar und Pollen hat. Bei schlechterer Wasserversorgung produzieren die Pflanzen weniger Pollen und Nektar.

Bienenvölker zur Kirschbütenzeit
Die Bienenvölker wachsen rasend schnell zur Zeit der Kirschblüte. Die Bienen erweitern ihren Wabenbau nach oben, um Honig einzulagern.
Die Kirschblüte markiert einen wichtigen Zeitpunkt, u die Bienenvölker zu erweitern.
Die Wildkirschen stehen nun Anfang April in voller Blüte.

Warum ist ein Glas Deutscher Honig vom Imker nebenan quasi „Fairtrade“?

​Die Imkerei in Deutschland ist ein arbeits- und inverstitionsintensiver Zweig der Landwirtschaft, der zu über 95 Prozent von Freizeitimkern und Nebenerwerbsbetrieben betrieben wird. Wer Honig direkt beim Imker oder im regionalen Handel kauft, sorgt dafür, dass die Wertschöpfung zu 100 Prozent beim Erzeuger bleibt. Es gibt keine Großkonzerne oder anonymen Zwischenhändler, die die Preise drücken. Ein fairer Preis für das Glas Honig sichert das Überleben eines traditionsreichen Landwirtschaftszweigs, der angesichts von Billigimporten und Honigfälschungen auf dem Weltmarkt massiv unter Druck steht.

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